Springe zur Navigation

Die Herzogin von Malfi

von John Webster. Eine Annäherung.

Gerade eben hatte die verwitwete Herzogin von Malfi versichert, dass sie nicht im Traum daran denke, sich wieder zu verheiraten, denn ihre Brüder, Herzog Ferdinand und der Kardinal von Aragon fürchten um ihr Erbe. Doch schon im nächsten Moment macht sie ihrem Haushofmeister Antonio de Bologna einen Heiratsantrag. Sie verheimlicht diese unstandesgemäße Ehe, das Paar kann seine Umgebung einige Zeit täuschen, aber die Brüder lassen ihre Schwester überwachen. Bosola, Stallknecht der Herzogin, treibt ein doppeltes Spiel und verrät seine Herrin. Antonio gelingt es, zu fliehen, die Herzogin aber wird von Ferdinand gefangen genommen. Er will sie leiden sehen. Schließlich ermordet Bosola im Auftrag Ferdinands die Herzogin. Auch der Kardinal ist in dieses Mordkomplott eingeweiht. Doch nach der Tat verweigern die Brüder dem Mörder die versprochene Belohnung. Getrieben von Rache, Hass und Verrat richten sich die Brüder und der gedungene Mörder am Ende gegenseitig hin. Das Individuum, eben noch groß entworfen, stößt an die Grenze einer auf Besitzstand fußenden Gesellschaft. Das ist es, was Shakespeares Tragödien und die seiner Zeitgenossen hervorhebt: sie halten fest an der Vorstellung eines in seiner Entwicklung freien Menschen. John Webster, um 1580 geboren, zeichnet eine Gesellschaft, in der Habsucht, Gier und Rache die Grundmotivationen des Handelns sind. DER TOD HAT ZEHNTAUSENDE VON TÜREN, DURCH DIE EIN MENSCH ABGEHEN KANN.

Spiel und Ausstattung: Teresa Malik, Velemir Pankratov

Prolog

Willkommen auf der studentischen Webseite des Studiengangs Figurentheater in Stuttgart!

Hier stellen wir unsere Projekte vor, informieren und berichten über Festivals und schreiben über Seminare und Proben!

Newsletter



Das nächste die-wo-spielen-Festival findet statt!