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Bauen, bauen, bauen

Ein kleiner Einblick in unsere erste Unterrichtswoche des Jahres 2013

Das schöne an unserem Studiengang hier in Stuttgart ist ja, dass wir nicht nur spielen, sondern auch ganz viel bauen, bauen, bauen.

Marionetten – vollgegliedert und Kopf-Schulter – Masken und Köpfe

Montag ist bei uns Werkstatt-Tag. Wir starten um 8 Uhr mit Yoga um dann schön verschwitzt (oder nochmal schnell frisch geduscht) um 9:05 in der Werkstadt oder im Atelier unter Aufsicht und mit Hilfe von Janusz Debinski mit Maschinen oder Muskelkraft Holz zu bearbeiten.
Unterbrochen von Einzelfeldenkrais-/Einzelsprechstunden wird dann ca. 7 Stunden lang konstruiert, gehämmert, gebohrt, gesägt usw. Die momentan nur 10 aktiven StudentInnen stehen dann mit hoch konzentrierten (aber häufig auch frustrierten) Gesichtern über ihr Werk gebeugt. Nicht selten ist ein verzweifeltes “Jaaanusz?!!” zu hören. Gleichzeitig ist aber schön zu sehen, wie jedes einzelne Werk stetig wächst und immer mehr Form annimmt. Grundsätzlich arbeitet hier jedeR von uns an einer vollgegliederten Marionette, was bedeutet, dass viel an Gelenken getüftelt werden muss. Auch für Janusz ist das ein neues Gebiet, und so wird gemeinsam überlegt, was jetzt die beste Gelenkart ist, für z.B. einen Ellebogen.
Wer nicht an dieser Marionette arbeitet, beschäftigt sich damit, was bereits die letzten drei Wochen bei uns im Nachmittagsunterricht das Thema war. Die Erstis bauen Masken mit Sylvia Wanke für den Unterricht mit Florian Feisel und Köpfe aus Hatovit. Wir “Zweitis” konstruieren unter Anleitung von Michael Mordo Kopfschultermarionetten für unsere Wilhelmaproduktion “Frankenstein” (Premiere am 12. April, alles weitere kommt noch…)

Handpuppen an der Nähmaschine

Zudem musste der Tanzunterricht diesen Freitag leider entfallen, so dass sich Prof. Stephanie Rinke mit uns allen, viel Stoff und drei Nähmaschinen in den Bewegungsraum setzte, um Handpuppen zu nähen. Jetzt haben alle mindestens ein Handpuppenunterkleid, einige auch schon sehr hübsche Kostümchen. Das nächste Mal geht’s dann an die Hände.
Wir haben zwar schon fertige Handpuppen zum Üben hier und momentan entstehen in den Animationsunterrichten auch schon viele kleine Szenen. Aber es macht sich doch immer wieder bemerkbar, dass diese Handpuppen nicht auf unsere Hände angepasst sind, der Kopf oft vom Finger rutscht, mit den Händchen nicht gut gegriffen werden kann oder die Figuren aussehen, als wären sie voller Tumore, weil die Hand in ihnen viel zu groß ist.

Mit dieser Woche ist das große Bauen auch erstmal abgeschlossen. Falls das überhaupt geht. Ab nächster Woche haben die Erstis Schauspielunterricht bei Ines Müller-Braunschweig und wir machen mit Stephanie Rinke und Julika Mayer erste Gehversuche mit unseren Kopf-Schulter-Monstern. Auch wenn wir Montag (oder heute, oder Sonntag…jaja, wir sind fleißige Bienchen) uns nochmal mit den Fäden und Fehlkonstruktionen an unseren Kreuzen beschäftigen werden.

Warum der ganze Baustress?

Um an dieser Stelle Werbung für unseren Studiengang zu machen und ihn von anderen abzuheben: Figurenbauen ist toll, natürlich kann es superstressig sein, wenn das Gehirn die Logik hinter der Konstruktion, oder der Nähmaschine, nicht verstehen will, aber der Moment, in dem die Figuren einem unter den Fingern, dem Schnitzmesser oder der Nähnadel beginnen zu erzählen, wie sie aussehen wollen ist fast zauberhaft und wenn sie sich das erste Mal bewegen…das Gefühl kann sicherlich mit dem Stolz von Eltern bei den ersten Schritten mithalten. Wenn wir alle alle unsere Figuren selbst bauen würden, kämen wie nicht zum Spielen und darum bin ich froh über die Übungsfiguren die wir hier haben und die auch noch mehr werden sollen. Aber es ist etwas wertvolles, dass wir die Zeit haben, bereits im Bau eine Beziehung zu unserer Figur aufzubauen, sie kennenzulernen und das dann auch als Hintergrund beim Spielen nutzen zu können.

Und weil es das beinhaltet, was ich in den letzten Wochen bei ihm gelernt habe und in diesem Blogbeitrag versucht habe zu beschreiben – wenn auch nicht in so schönen Worten und weniger ausführlich – möchte ich hier kurz noch auf das Profil von Michael Mordo hinweisen: klick

Prolog

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Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...