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Offene Werkstatt Take #3

"Ich möchte nicht krepieren, bevor die Menschen nicht verbraucht, mit ihrem Mund die Wörter" (sehr sehr freies Zitat nach Boris Vian)

2 sind ein Paar, 3 schon ein Grüppchen…und der Nährboden einer großen Menge…einer Menge an offenen Werkstätten! So die Hoffnung, und die scheint mir auch gerechtfertigt.

Diesmal gibt es nur 2 bis drei Beiträge – die Werkstatt droht mit Kürze…doch ich glaube, eine solche Drohung wird hier niemals wahr…
Denn, auch wenn jeder Beitrag höchstens 10 Minuten dauern darf, lässt sich zeitlich kaum abschätzen, was das “Publikum” (das Wort passt hier eigentlich nicht so recht) damit anfangen wird.
Doch der Reihe nach.

Peter Brook steigt auf Leitern

Schön ist, dass sich bereits eine kleine Aufwärmtradition eingeschlichen hat. Das Peter-Brook-Konfusions-Spiel (der hats entwickelt, sagt jedenfalls der Lehrer des Lehrers des Cousin 18. Grades vom Lehrer von Prof. F. …). Es sorgt für die nötige Wachheit in den Sitzreihen. (Anleitung auf Anfrage)

Professionelles Feedback ohne ein Wort zu verstehen…funktioniert

Coline zeigt uns ihr Aufnahmeprüfungsstück, mit dem sie in Charleville-Meziérè nicht genommen wurde. Zwei Gedichte von Boris Vian – über das Dichter-sein, über das nicht-krepieren-wollen. Auf Französisch, mit Papier, Fingerbeinchen, Servietten, Klopapier und Ton. Sie nutzt die Werkstatt, um einmal professionelle Kritik zu bekommen. Was das ist, will dann auch umgehend geklärt werden…

- formulieren, was man gesehen hat
– sachlich bleiben – nicht persönlich werden, d.h. verletzend
– Vorschläge machen, mit denen die betreffende Person auch was anfangen kann, d.h. nicht zu allgemein werden, sondern bei ihr bleiben
– Fragen stellen, die die Person in der Arbeit weiterführen
Diese Aufzählung ist jetzt nicht vollständig und darf gerne ergänzt werden.

Nachdem die Begrifflichkeiten geklärt sind, gibt es auch Kritik, gibt es Fragen, gibt es Mutmaßungen, was die in Frankreich dazu bewogen hat, Coline abzulehnen (meine persönliche, unprofessionelle: weil sie uns in Stuttgart ein großzügiges Geschenk machen wollten!). Und schließlich auch neue Spielangebote, was geht noch mit dem Material, auf welche Weise, lässt sich damit weitererzählen…?
Die Vorgehensweise (die sich bereits in den vorangegangenen Werkstätten bewährt hat): Eine_r steht auf, geht auf die Bühne, sagt/macht etwas, geht ab…und bevor der Hintern den Boden/Sessel berührt, steht jemand neues auf. Wenn niemand mehr aufsteht, ist die Runde beendet. So lässt sich die Zeit bezwingen. Außerdem, so schärft uns der Professor ein, ist auch dieser Vorgang ein performativer. Darauf ist zu achten. Das macht die Kritik um einiges spannender und vor allem “griffiger” als eine lose Gesprächsrunde, in der sich manch eine_r gern in längeren Reden verliert.

Ich würde die Bilder ins Internet stellen!

Damit haben wie schon 3/4 der Werkstattzeit rumgebracht und dürfen nach einer kurzen Pause durch eine Ausstellung am Boden kriechen.
Mirjam arbeitet weiter an ihren Buchstaben und hat in Bremen Menschen mit Wörtern fotographiert. Jede_r darf sich ein Bild auswählen, und dazu einen Satz assoziieren.
Was folgt sind Überlegungen: wie kann man noch mit den Bildern umgehen? Was würde ich damit tun? Und der Wunsch, dass Mirjam auch von uns Buchstabenbilder macht.
Ein kleine Auswahl der Bilder….Wer mag kann also auch hier…online…munter assoziieren:

Bis zum nächsten Mal…

Der “bis dritte” Beitrag ist übrigens von Flo – er wirft ein Material in den Raum. Wer möchte, darf es mitnehmen, und nächstes Mal etwas damit zeigen. Samira möchte. Was es ist und was sie damit macht, wird erst nächste Woche, nach der vierten offenen Werkstatt, offenbart.

Prolog

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Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...