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Imaginale – Klappe zu, Affe… Affe?

Rückblick auf die Festivalvorstellungen im FITZ!

Das Internationale Figurentheaterfestival Baden-Württemberg ist am Sonntag zu Ende gegangen. “Was habt ihr eigentlich vom Studiengang aus damit zu tun?” – fragte eine Theaterwissenschaftlerin aus Leipzig. – Oh, so manches!

Wir und die Imaginale

  • Das Fitz als Spiel- und Veranstaltungsort in Stuttgart ist für uns Studenten sehr wichtig. Schon im ersten Jahr des Studiums kommt man automatisch damit in Kontakt, auch wenn die Ausprägung bei jedem einzelnen sehr verschieden ist.
  • Viele Studenten arbeiten im Fitz bzw. in der Tri-Bühne, einem Schauspieltheater, dass im selben Gebäude sitzt. Darum sind bei der Imaginale meist “Leute von uns” anwesend – als Saaldienst, hinter der Theke oder an der Kasse.
  • Wir pilgern ins Fitz und schauen die meisten Vorstellungen – wenn Sie also ein Grüppchen von mehr oder weniger junger Leute dort sehen, ist die Warscheinlichkeit groß, dass es Figurentheaterstudenten sind.
  • Es wird viel Wert darauf gelegt, dass man sich während des Studiums die Zeit nimmt, den eigenen Theatergeschmack auszuprägen und zu hinterfragen. Deshalb findet man kaum ein Stück, dass Allen gefällt, und wir sprechen untereinander oft darüber. Die Stücke im Fitz sind eine Art Maßstab, weil man immer jemanden findet , der das gleiche Stück auch gesehen hat.

Wir waren dort, wir hams gesehen. Gibt es ein Fazit?  - Nein, viele! Hier ist, nach einigen Tagen Zeit zum “sackenlassen”:

Mein Fazit

Es ist sonderbar – nach diesem Festival gibt es kaum Bilder von den Szenen auf der Bühne, die sich ganz klar vor dem inneren Auge wiederherstellen lassen. Das könnte daran liegen, dass jedes Stück so viel offen lies – man möchte nicht von Unklarheiten sprechen, es wäre das falsche Wort. Nämlich, weil es den Spielern auf der Bühne selber so glasklar zu sein schien, was sie taten, und welche Muster im Hirn der Zuschauer sie durcheinander warfen. Muster, die nicht nur an Sinnfragen, sondern auch an Fragen des grundlegenden (Welt)verständnisses rütteln.

Nicht Bilder – Fragen bleiben von den auf der Imaginale gesehenen Theaterstücken zurück.
Warum muss der Künstler in Duda Paiva’s “Bastard” so unausweichlich als ebendieser enden?
Wieso kann ich Akhe in ihren so überdeutlichen Ausführungen zu “Gobo” nicht zu etwas Wesentlichem folgen? Wie ist es passiert, dass meine Augen nur immerzu diese Leute anstarren, bei denen jeder Moment so simpel erscheint, und schon im nächsten Moment entsteht der Eindruck, etwas verpasst zu haben? Wie konnte man mich die ganze Zeit fesseln, wie mich interessieren, ohne mich auch nur eine Sekunde etwas begreifen zu lassen? Ich dachte, das sei psychologisch unmöglich.
Warum habe ich nach “der große Saal” Angst, alt zu werden, und warum ist mir das noch nicht früher so gegangen, wenn es offenbar so leicht war, mich zu ängstigen? Und wie können eigentlich Leute, die das Altern mehr betrifft als das Erwachsenwerden, dieses Stück sehen?
Warum gibt es nicht mehr Stücke, die Musik so auf die Bühne bringen wie “Wanja”?
(…)

Unvergleichlich

Diese Stücke sind so speziell, dass vieleicht nicht so bald, aber sicher noch lange Zeit über sie diskutiert wird. Gut vorstellbar, ihnen in Zukunft als Maßstab oder Vergleichsmaterial zu begegnen, mit dem ein anderes Theatererlebnis beschrieben werden kann: “Dies und Jenes hat mich ein ganz kleines bisschen an die Art der Person von Die Alte und das Biest erinnert.” Dagegen ist es kaum möglich, die Imaginalestücke an sich mit schon gesehenem zu vergleichen.
Mir fällt nichts ein. Nun, einem Theaterwissenschaftler mag es anders ergehen, hoffentlich. Das würde bedeuten, dass es “da draußen” noch mehr “davon” gibt. Wovon? -Tja.

Prolog

Willkommen auf der studentischen Webseite des Studiengangs Figurentheater in Stuttgart!

Hier stellen wir unsere Projekte vor, informieren und berichten über Festivals und schreiben über Seminare und Proben!

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Das nächste die-wo-spielen-Festival findet vom 20. bis zum 23. Juli 2017 statt!

Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...