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erste Eindrücke: Trickfilmfestival

Als Aussenstehender zu Gast bei denen, "wo virtuell animieren"

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Danke ITFS für das zur Verfügung stellen des Flyers

Gestern hat das Festival of Animated Film angefangen -
hallo, Abendprogramm für diese Woche.
Von gesehener großer Vielfalt kann ich natürlich noch nicht berichten, aber Erzählstoff für ein erstes “wie isses denn so” gibts allemal.

Ankunft am Festivalort

Der Schlossplatz empfängt alle Besucher und zufällige Passanten mit einer riesigen Videoleinwand, auf der Trickfilme laufen. Gucken kostenlos, die Wiese davor dient als Sitzplatz. Nebenan schlendern Leute durch eine eigens aufgestellte Essbuden-Straße und manche ergänzen ihr mitgebrachtes Picknick mit Wurst, Crêpe oder Popcorn für die Wiese. In der Einkaufsstraße vor der Gloriapassage hängen große Banner, das Festival ist nicht zu verfehlen. Gut so, denn ich bin zum ersten mal hier.

Orga weiß, was sie tut

Drinnen guckt über allen Besuchern das Schild der Infothek hervor. Die Frau am Stand scheint zu wissen was sie tut und guckt nicht mal komisch, als ich sowas wie “Puppenspieler”, “Student” und “Akkreditierung verpasst” stammele. Hinter mir ist eine lange Schlange,ich halte den Verkehr auf und weiß noch nicht mal, ob ich überhaupt am richtigen Stand stehe. Positive Überraschung: trotz versemmelter Anmeldefrist habe ich fünf Minuten und 47€ später meine Festivalmappe und Eintrittsbändel in der Hand, das mich als quasi “verwandter” Student einer thematisch passenden Akademie ausweist. Hurra, die-wo-spielen zu Gast bei denen wo animieren! Wen ich wohl treffe?

Lauter normale Leute

Trotz des gut gemeinten Hinweises, das heute Abend alle Veranstaltungen ausgelastet sind, stelle ich mich zwischen die Besucher der Eröffnungsveranstaltung. Und bin erleichtert: Niemand ist übermäßig “schick angezogen”, keine theatertypisch Aufgedonnerten, bei denen man Angst haben muss, ihre Vorfreude auf einen besonderen Abend mit dem eigenen Erscheinungsbild leider zunichte zu machen. Sogar mein vollgestopfter Schulrucksack fällt nicht wirklich auf. Ich wusste gar nicht,
das Sekt trinkende Unbekannte so eine entspannte Atmosphäre schaffen können, und werde langsam auch selber entspannt.

Figurentheaterfestivals lehren…

Nach einer Viertelstunde Warten im Foyer kommt das erhoffte Signal: Nacheinlass für alle mit Festivalausweis! Wie gut, dass mir dieses Vorgehen bereits aus Erlangen bekannt ist- nun sitze ich doch noch im Kino statt enttäuscht in der Bahn nach Hause hocken. Während der laufenden Veranstaltung werden hinter mir noch weitere “Academie”-Akkreditierte in den Raum schlüpfen – offenbar macht auch die Filmakademie bis Abends Unterricht, mutmaße ich.

Als unbedarfter Zuschauer beim Internationalen Wettbewerb

Nach der Eröffnungsrede, Vorstellungen von Menschen und Namen, die mir unbekannt sind, habe ich schon mal einen winzigen Einblick in die Struktur des Festivals erhalten. Anschließend wird der erste Teil des “internatinalen Wettbewerbs” gezeigt. Überraschend für mich ist, dass die Fimbeiträge stilistisch sehr unterschiedlich sind; ich hatte mit 3D Animation gerechnet, sehe aber auch 2D, stop motion, Puppentrick, reale Menschen und Comiczeichnungen. Diese wenig differenzierte Auflistung von Richtungen, die da vielleicht vorhanden waren, spricht schon für sich: Es ist ein weites Feld ohne konkrete Schubladen.
Über die Animation kann ich wenig Kluges sagen, mir ist sie nur positiv in Erinnerung. Was mich allerdings zum Denken gebracht hat, war der übermittelte Inhalt der Filme. Die meisten erzählten chronologisch über Text Geschichten, die leider in ihrer Dramaturgie nicht annähernd mit der Qualität des Bildes mithalten konnten. Das als ganz unarrogant gemeinte Beobachtung: Vielleicht liegt der Fokus in einer Filmorientierten Ausbildung ja viel eher auf dem technischen, und die Erzählqualitäten entwickelt man dann ein Leben lang(rein subjektive Mutmaßung). Möglicherweise erkenne ich auch nur als Außenstehender nicht, was für eine Riesenherausforderung das ist, mit einer Kameraeinstellung immer den Blick des Zuschauers zu lenken und ihn permanent richtig “füttern” zu müssen. Und so verlasse ich das Filmfestival an diesem Abend mit dem Eindruck desjenigen, an dem die Finessen einer Kunst vorbeiziehen, während er sich auf seine inhaltliche Erwartungshaltung gestützt hat und diese nicht befriedigt fand.

Und komme morgen wieder!

 

 

Prolog

Willkommen auf der studentischen Webseite des Studiengangs Figurentheater in Stuttgart!

Hier stellen wir unsere Projekte vor, informieren und berichten über Festivals und schreiben über Seminare und Proben!

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Das nächste die-wo-spielen-Festival findet vom 20. bis zum 23. Juli 2017 statt!

Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...