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Stolen Moments – Eine Projektentwicklung

Die dritte Woche im Studium Figurentheater begann für uns, das 1. Semester, gleich mit einem Inszenierungsprojekt. Thema des Stücks und Dozent waren uns noch völlig unbekannt. Das Projekt, das vier Wochen dauern sollte, hieß „Angewandte Dramaturgie“.

Horst-Joachim Lonius, Regisseur und Puppenspieler, kam mit wehendem, lockigem grauem Haar durch unseren Flur gefegt, begrüßte zunächst alle Studenten aus den höheren Semestern mit energischem Auftreten, um sich dann dem neuen 1. Semester vorzustellen.

Wir richteten unseren Arbeitsraum mit Tischen, Stühlen und Beamer ein. Zunächst sprachen wir über die Erwartungen des Projekts und machten uns einander bekannt. Im Zentrum standen Fragen, wie: Was habt ihr vor dem Beginn des Studiums gemacht? Warum habt ihr euch für das Studium Figurentheater entschieden? und Welche Musikinstrumente könnt ihr spielen?

Blockflöte, Tenorhorn, Trommel, Bass, Maultrommel…

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Musik sollte das Hauptthema des Projektes sein, das war uns nach der ersten Gesprächsrunde klar. Doch mehr wurde noch nicht verraten.
Nach einer theoretischen Einführung in die Theaterdramaturgie von der griechischen Antike bis heute und einigen gruppendynamischen Übungen näherten wir uns langsam den ersten szenischen Improvisationen.

Eine unserer ersten praktischen Aufgaben war, auf öffentlichen Plätzen eine Person zu beobachten, die wir dann vor den Mitstudenten nachahmen können. Die Körperlichkeit der beobachteten Personen waren Ausgangspunkte zur Entwicklung unserer Figuren.

Stolen Moments_2009 045Weitere Übungen zur Entwicklung einer Figur folgten – Figureninterview, Auseinandersetzung mit Biographien von Persönlichkeiten, Improvisationen mit verschiedenen Situationsvorgaben etc.

Als die Figuren weitestgehend feststanden arbeiteten wir einzeln, manchmal gemeinsam an Szenen, die sich aus Improvisationen oder textlichen Ideen ergeben hatten. Doch nicht nur auf der Bühne wurde gearbeitet, auch immer wieder zwischendrin, nach der Probe oder am Wochenende in der Werkstatt oder im Atelier – wir sägten, bohrten, schraubten, kaschierten und malten unsere Requisiten und das Bühnenbild.

Am Ende entstand eine Collage von unterschiedlichen Szenen, Bildern und Nummern, die eine Geschichte von fünf Personen erzählt, die einem skurrilen Mann die Ehre retten wollen und dabei zu sich selbst finden.

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Prolog

Willkommen auf der studentischen Webseite des Studiengangs Figurentheater in Stuttgart!

Hier stellen wir unsere Projekte vor, informieren und berichten über Festivals und schreiben über Seminare und Proben!

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Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...