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Berlin, Berlin, du bist so wunderbar

Gaststudium in Berlin - Eindrücke der ersten Woche.

Zuerst einmal: Sommer in Berlin kann ich nur empfehlen, bei schönem Wetter sind die Berliner sehr glücklich. Dann: Man möge möglichst vermeiden, in Charlottenburg zu wohnen. Jeden morgen eine Stunde S-Bahn fahren um in die Schule zu kommen ist wirklich keine Freude. Aber ich ziehe ja bald nochmal um.

Ich habe jetzt eine Woche an einem Kurs zum Thema Trickfilm teilgenommen. Der Kurs dauert insgesamt sechs Wochen und ist schon mittendrin. Es wird gezeichnet, geknetet und jede Menge Fotos gemacht. Die Arbeit ist sehr sehr frei, Vorgaben werden eigentlich keine gemacht. Wenn ich es schaffe, bringe ich einen eigenen kleinen Trickfilm mit nach Hause – das ist schon ein tolles Gefühl.

Ich kenne immer noch nicht alle Studenten – was wohl vor allem daran liegt, dass das Gebäude so groß ist und meistens gespenstisch leer wirkt. So viel Platz! Aber nicht nur das Gebäude wirkt wie eine richtige Schule, auch der Umgang mit den Stundenplänen ist entsprechend. Wenn bis 17 Uhr Unterricht ist, sind um 17 Uhr auch wirklich alle weg. Ich habe noch nicht rausbekommen, ob es daran liegt, dass die Studenten alle noch so viele andere Dinge zu tun haben oder ob es die Nebensächlichkeit des Projekts der Grund ist. Übrigens höre ich oft, wenn ich erzähle, dass ich in Stuttgart studiere, dass wir so viel Gestaltungsunterricht haben. Mmmh. Wenn unsere Schule so einen Ruf hat, sollte man den vielleicht wieder mehr pflegen?

Die Theorie-Unterrichte (sie sind im Vergleich zu unseren zahlreich) finden im Hauptgebäude statt, also da wo auch die Schauspieler studieren. Zum Beispiel Theatergeschichte, oder Verslehre. Bei letzterem war ich aber noch nicht, dass fiel aus. Wenn ich da war, werde ich schreiben, was es ist. Ich kann mir noch nichts drunter vorstellen. Sprechen à la Michael Speer gibt es hier übrigens ganzjährig: Körper-Stimm-Training. Und Akrobatik heißt nicht jonglieren üben, sondern lernen, wie man von einer Leiter fällt, sich prügelt und gegen einen Türpfosten läuft. Das wär doch mal was für ein Projekt, oder?

Das zweite Jahr hat gerade einen Baukurs (doch, doch, sie DÜRFEN bauen) zur Vorbereitung aufs Zwischendiplom. Da werden große Tischfiguren quasi in Serie gebaut. Die Technik ist prima, ich hab fleißig mitgezeichnet – wer interessiert ist möge mich fragen. Die Dinger stehen sogar von alleine.

Nächste Woche “darf” ich im Szenenstudium Maske hospitieren. Das ist das Dumme als Gaststudent: Du hast nicht das recht mitzumachen. Im Gegensatz zu Erasmus-Studenten. Nur ist innerhalb von Deutschland kein Erasmus möglich – vielleicht sollten sich, was dieses Thema betrifft, die beiden Studiengangsleiter mal zusammen setzen. Ist doch wirklich unfair.
Aber mir geht es gut. Ich vermisse euch.

Prolog

Willkommen auf der studentischen Webseite des Studiengangs Figurentheater in Stuttgart!

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Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...