Springe zur Navigation

Abschlussarbeit und andere Katastrophen

Weihnachten ist vorbei - die Schonzeit auch. Fleißig geht es wieder an die Arbeit.

Zumindest der Wille ist da. Verzweiflung macht sich breit.

Für die schriftliche Arbeit darf man sich sein Thema selbst suchen. Gut, dachte ich mir, schreib über etwas, wovon du noch keine Ahnung hast, was dich wirklich interessiert, damit du auch etwas davon hast.

Nun habe ich den Salat – Bücher zum Thema sind schwer zu bekommen, dennoch habe ich einen Informationswust zusammengesammelt. Aber wie das in eine Arbeit packen? Die 15 Seiten, die ich schreiben darf, scheinen angesichts meines eigenen Anspruchs hinten und vorne nicht zu reichen. Und nicht vergessen, wir machen hier keine wissenschaftliche Arbeit, das können wir nicht leisten. Ja bitte, woran soll ich mich denn orientieren? Natürlich, ein Abschluss wird selbstständig erarbeitet. Im Normalfall lernt man aber während des Studiums, wie das funktioniert: Sich Gedanken zu einer theoretischen Fragestellung zu machen. Wir aber sind frei, zu lernen, was wir wollen; frei das weiterzuentwickeln, was wir mitbringen; frei zu tun, was wir können. Auch dieser letzte Punkt der Ausbildung also ein Selbststudium.

Gleichzeitig Kampf an allen Fronten. Die praktische Arbeit will vorbereitet sein. Figuren bauen – Juhuu, ich mache Ausstattungstheater. Alle Entscheidungen selbst treffen – und das, bevor man auch nur ein bisschen probiert hat. Nachdem zumindest die Hürde des “Was will ich wem erzählen” genommen ist, die nächsten schier unlösbaren Probleme. Wie kann ich es erzählen? Ist die Wahl der Mittel die richtige? Wie entwickle ich eine Geschichte? Wie kommt meine Hauptfigur zu einem Konflikt? Sind die Bilder, die ich im Kopf habe, stark genug? Zweifel an allen Ecken. Trotz der Erfahrung, dass es bisher in allen Projekten ein vorzeigbares Ergebnis gab. Es fehlt an dem Bewusstsein des künstlerischen Prozesses. Wie bin ich damals dahin gekommen?

Zu meinem Ehrgeiz ein funktionierendes Stück zu machen, kommt also auch die Aufgabe, für mich eine Methodik zu entwickeln, wie dieser Prozess abzulaufen hat. Damit ich nicht immer wieder vor dem Nichts stehe. Ideen reichen nicht, Kunst ist Handwerk. Na, wieso hab ich das eigentlich noch nicht gelernt? Tja, das frage ich mich auch.

Prolog

Willkommen auf der studentischen Webseite des Studiengangs Figurentheater in Stuttgart!

Hier stellen wir unsere Projekte vor, informieren und berichten über Festivals und schreiben über Seminare und Proben!

Newsletter



Das nächste die-wo-spielen-Festival findet statt!

Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...