Springe zur Navigation

Ägyptische Erfahrungen

Am Samstag haben Lena und ich erneut einen Ägypter-Auftritt hinter uns gebracht. Insgesamt sind wir ja zu fünft, das wären: Osiris und Isis, Thot, Anubis und die Fresserin. Aber oftmals werde auch nur Teile der Gruppe angefordert.

Diesmal sollten wir bei Wittwer ein wenig Werbung stehen und dann noch durch die Fussgängerzone laufen. Die erste Runde war eine Stunde lang. Das geht bei mir [Fresserin] an die extremen Grenzen, denn als Vierfüßer verteile ich mein Gewicht zu einem beträchtlichen Teil auf meine Arme und vor allem Hände, die schon nach einer halben Stunde durch die ungewohnte Belastung schmerzen und von dem Holzgriff Blasenansätze zeigen.

Danach pausierten wir eine halbe Stunde. Und dann gings nochmal für 45 Minuten rauf. Nochmal Wittwer, nochmal Königsstrasse in die andere Richtung.

Lena war eiskalt. Ich schwitze mich, egal ob Sommer oder Winter, zu Tode. Die Kostüme sind echt ungerecht: Bei den anderen Figuren sind es dünne Ganzjörper Bodys mit dünnen Kleidern oder Rock-Korsage-Kombinationen darüber. Bei der Fresserin ist es eine Art zu großer Strampler aus einem dicken Stoff, darüber ein Schaumstoff-Brustpanzer und dazu die Maske mit einem Lappen vor dem Gesicht, der mitlerweile so erbärmlich stinkt [wie auch der Rest vom Kostüm trotz regelmäßigem Waschen], dass ich selbst nach dem Duschen noch das Gefühl hatte, der Geruch würde mir noch in der Nase hängen. Nebenbei teile ich mir dieses Kostüm noch mit Lisa, was die Mische noch hochprozentiger animalisch macht, da sich das Kostüm mit Sorten zweier Schweisse tränkt ; ).

Abgesehen von diesen ganzen misslichen Umständen, an die man sich mitlerweile aber dann doch so halb gewöhnt hat, war es ein ganz guter Auftritt.
Viele Kinder, zwar viele Leute in Gedanken und nicht bereit zu schaun, aber die, die stehenblieben schauten dann auch gerne eine ganze Weile.
Ich habe neue Namen: Ein Mädchen erschreckte sich total, weil sie mich erst einen Zentimeter neben mir wahrnahm und meinte aus tiefstem Herzen “Wah, du Missgeburt” und eine Frau stellte ihren Kindern erklärend fest, dass ich wohl ein seltsames Pferd sei. Na, das Leben ist kein Ponyhof, sag ich da nur und beende diesen Eintrag mit dem Hinweis, dass man sich die Figuren auf der Hochschulseite betrachten kann. [Oh und ich bin natürlich nicht "Kroko", was für eine Beleidigung, aber das checken die ja einfach nicht.]

Prolog

Willkommen auf der studentischen Webseite des Studiengangs Figurentheater in Stuttgart!

Hier stellen wir unsere Projekte vor, informieren und berichten über Festivals und schreiben über Seminare und Proben!

Newsletter



Das nächste die-wo-spielen-Festival findet vom 20. bis zum 23. Juli 2017 statt!

Kommentare

  • Julia Raab 29 | 11Julia :) I remember. Danke für den Beitrag.
  • User Avatar 12 | 04RiCo Toll gespielt, super dargestellt und das auch noch lustig verpackt! Da gibt es nichts zu meckern :- ) Supi
  • Pie 09 | 10Pie Spielt ihr eigentlich noch manchmal, oder lernt ihr nur?
  • Julia Raab 12 | 05 Hey, das klingt cool. Würde es sehr gerne sehen, bin auch in Bochum bis zum 18. aber fahre schon gegen 14:00 Uhr zurück nach Halle....
  • Pie 02 | 12Pie Naja, "Apokalypse" wird laut Recherche übersetzt als: Enthüllung, Entschleierung, der Schleier wird gelüftet, Offenbarung. Du als Sprachler kannst warscheinlich besser nachvollziehen, ob es ein Substantiv...